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Berlin, du brauchst mal nen Tag frei! Wir fordern einen weiteren Feiertag in Berlin den „Tag der mentalen Gesundheit“

60% aller Berliner*innen sind chronisch gestresst oder leiden unter stressbedingter emotionaler Erschöpfung. 30% aller jungen Erwachsenen in Berlin befinden sich in psychologischer Behandlung. Die Dunkelziffer der Betroffenen ist viel höher, denn viele Menschen begeben sich wegen der Stigmatisierung mentaler Erkrankungen nicht in Behandlung.

Faktoren, die mentale Erkrankungen begünstigen, sind in dieser Stadt allgegenwärtig: Stress durch Zeit- und Leistungsdruck, finanzielle Sorgen und Zukunftsängste. Verschärft werden diese Faktoren beispielsweise durch steigende Mieten und unsichere und ausbeuterische Arbeitsverträge. Gerade weil die hohe Arbeitsbelastung einen so großen Einfluss auf unser Wohlbefinden hat tragen Arbeitgeber*innen eine besondere Verantwortung. Obstkisten und Kickertische sind kein probates Mittel um den Druck auf Arbeitnehmer*innen zu senken. Ein zusätzlicher Tag frei ist deswegen eine wichtiges Zeichen.

Wir alle können die Stigmatisierung von psychologischen Erkrankungen verbessern und das Leben in der Stadt für alle Berliner Bürger*innen angenehmer machen. Und wir machen den Anfang:

Wir fordern einen zusätzlichen Feiertag vom Bürgermeister Michael Müller ein: den Tag der mentalen Gesundheit am 10. Oktober.

Denn wir alle könnten mal eine Pause vertragen und unsere Mitmenschen fragen: Geht es dir gut? Bist du o.k.? Am Tag der mentalen Gesundheit gedenken wir nicht historischen Momenten, sondern lenken unseren Blick ins Jetzt: Was können wir tun, um das gemeinschaftliche Leben in Berlin angenehmer zu machen? Wie können wir psychisch erkrankten Menschen den Wiedereinstieg in die Gesellschaft erleichtern? Wie können wir sie aus ihrer Isolation herausholen? Wir setzen uns ein für einen Feiertag, der ein Zeichen setzt in dieser hektischen Zeit. Einen Feiertag, an dem es o.k. ist zusagen, dass man nicht o.k. ist. Und dass es ok ist, auch mal eine Pause zu machen.

Unser Feiertag steht nicht in Konkurrenz mit den anderen demokratischen Vorschlägen für einen zusätzlichen Feiertag in Berlin. Denn wir wollen einen zusätzlichen zweiten Feiertag schaffen zum Erstvorschlag aus der Politik. Berlin braucht eine Pause. Und selbst mit zwei zusätzlichen Feiertagen liegt Berlin noch im Bundesdurchschnitt an gesetzlichen Feiertagen.

Wir werden nicht aufgeben, bis sich das gesellschaftliche Ansehen für die Betroffenen psychischer Erkrankungen gebessert hat und wir offen über mentale Probleme sprechen können. Wir werden nicht aufgeben, bis es mehr Bemühungen von der Politik gibt, sich präventiv für die psychische Gesundheit der Berliner Bürger*innen einzusetzen. Wir werden nicht aufgeben, bis Michael Müller unsere Petition entgegen genommen hat.

Zur Zeit suchen wir nach weiteren Unterstützer*innen, die sich mit uns hinter diese Petition stellen wollen. Wenn dir unsere Idee gefällt, dann melde dich über info@tagdermentalengesundheit.de.

So kannst du uns außerdem unterstützen:

  1. Unterschreibe unsere Petition
  2. Teile die Petition und setzte ein Zeichen für mentale Gesundheit